„Ich habe mich mit Corona angesteckt, während ich zuHause die Zeitung gelesen habe“
Was dein System aus dem Aussen übernimmt
„Ich habe mich mit Corona angesteckt, während ich zuHause die Zeitung gelesen habe.“
Das könnte ein Satz von jedem beliebigen Menschen auf der Erde sein.
Vielleicht glaubst du, dieser Satz sei ein Witz.
Vielleicht erscheint er dir so weit von jeder körperlichen Wirklichkeit entfernt, dass du gar nicht weiter darüber nachdenken willst.
Medizinisch ist der Satz scheinbar falsch.
Ein Mensch steckt sich nicht durch einen ZeitungsArtikel an. Eine Infektion entsteht durch das Virus, das zwischen Menschen übertragen wird.
Und doch enthält dieser Satz eine Erfahrung, die wir in unseren ForschungsReisen und im KristallProgramm immer wieder sehen:
Etwas aus dem Aussen erreicht einen Menschen und beginnt in ihm zu wirken.
Ein Satz.
Ein Bild.
Eine Geschichte.
Ein Gefühl.
Eine Bewegung.
Eine Angst.
Eine Wahrheit eines anderen Menschen.
Der Mensch übernimmt etwas und hält das, das anschliessend in ihm geschieht, für vollständig eigen.
Was tatsächlich geschah
Vor längerer Zeit las ich zuHause einen ZeitungsArtikel über eine Münchener GrossVeranstaltung.
Darin stand, dass es weitaus mehr Corona gebe, als mancher Mensch ahnen würde. Dass sich kaum noch ein Mensch impfen lasse und das so vollkommen in Ordnung sei.
Nichts an diesem Artikel war für mich bewusst aufregend oder beeindruckend.
Es gab keine offenSichtliche Warnung.
Keine erkennbare PanikMache.
Keinen Satz, bei dem ich bewusst bemerkte, dass er Angst in mir auslöste.
Und doch begann nach diesem Artikel etwas in meinem System zu wirken.
Mein Körper entwickelte Symptome, die ich mit Corona verband.
Und so wirkt das ZweierSystem:
Anschliessend erlebten wir auch zwischen Michaela und mir eine Bewegung, die sich für uns anfühlte, als hätte ich ihr den StaffelStab des Aussen übergeben.
Ob wir uns bei einer unserer Wanderungen eine Erkältung geholt hatten oder ob wir auf eine andere Art und Weise bereits infiziert hatten, ist hier nicht so wichtig.
Denn auch hier haben wir in unseren ForschungsJahren täglich und immer wieder erfahren, dass nicht jede Infektion als Krankheit im Körper sichtbar und spürbar wird. Sie wird dann ausgetragen, wenn der Mensch darin eine Botschaft zu erfahren, zu erkennen und zu lösen hat.
Genau diese EinOrdnung ist also wesentlich.
Forschung bedeutet nicht, eine innere Verbindung sofort zu einer äusseren TatsachenWirklichkeit zu erklären.
Forschung bedeutet gleichZeitig nicht, das eigene ErLeben zu verWerfen, nur weil es nicht mit einer ersten äusseren ErKlärung überEinStimmt.
Wir halten beides offen.
Das ist Weite. Das ist Wandel.
Die medizinische Wirklichkeit sehen wir.
Ebenso wie die offenSichtliche Körperliche Evidenz.
Weil es für unsere ForschungsArbeit und für das neue MenschSein essentiell ist, nehmen wir nichts als gegeben oder als ultimativ wahr an. So haben wir die Weite, die jedem Menschen eigene innere Wahrheit zu entdecken. Denn auch das wissen wir. Ohne diese eigene innere Wahrheit gibt es weder medizinisch noch auf anderen Ebenen Heilung.
Bleibt also die Frage, was der Artikel in meinem System berührt, geöffnet oder in Bewegung gebracht haben könnte.
Ist das wirklich deines?
Vielleicht.
Vielleicht auch nicht.
Ein Mensch kann etwas so tief aus seinem Umfeld aufnehmen, dass er keinen Unterschied mehr zwischen sich und dem AufGenommenen erkennt. Eine Bewegung, eine VorLiebe, eine Haltung oder eine Angst fühlt sich dann vollständig eigen an, obwohl sie möglicherweise von einem anderen Menschen, einem System oder einem Kollektiv übernommen wurde.
Erst wenn du beginnst, das, das in dir wirkt, in seiner Tiefe zu erForschen, kannst du erkennen, was wirklich zu deinem GanzSein gehört und was du so lange geLebt hast, dass du es für dein Eigenes hältst.
Vielleicht ist das sichtbare Beispiel einer körperlichen Reaktion für dich zu gross.
Dann schau auf die scheinbar kleinen Stellen.
Ein Mensch entwickelt einen Tick und weiss nicht, dass er die Bewegung über Monate oder Jahre bei seinem Vater gesehen hat.
Ein Mensch liebt plötzlich schräge Hosen und bemerkt nicht, dass sein LieblingsSchauspieler genau diese Hosen trägt.
Ein Mensch verwendet bestimmte Worte, bewegt seinen Körper auf eine bestimmte Weise oder vertritt eine bestimmte Haltung und hält all das für einen AusDruck seiner Persönlichkeit.
Vielleicht ist es das.
Vielleicht ist es übernommen.
Vielleicht hat er etwas gesehen, gefühlt oder erfahren und so tief in sein System aufgenommen, dass er keinen Unterschied mehr zwischen sich und dem AufGenommenen erkennt.
Der Mensch lebt mit Eltern, Geschwistern, Partnern, Freunden und Kollegen.
Er bewegt sich in Gruppen, Systemen und Kollektiven.
Er liest Zeitungen.
Er sieht Filme.
Er hört Geschichten.
Er wird von Bildern, Botschaften, Erwartungen, Stimmungen und Ängsten erreicht.
Nicht alles davon wird bewusst wahrgenommen.
Und nicht alles, das unbewusst aufgenommen wurde, verschwindet einfach wieder.
Das UnterBewusstSein ist ein wildes Tier
Das UnterBewusstSein ist ein wildes Tier.
Nicht weil es gegen dich kämpft.
Weil darin Bewegungen leben können, die du niemals bewusst gewählt hast und dennoch jeden Tag wiederHerstellst.
Solange du sie nicht erkennst, können sie deine EntScheidungen, deine BeZiehungen, deinen Körper und dein tägliches Leben mitbewegen.
Du hältst etwas für deinen Geschmack.
Deine Angst.
Deine Haltung.
Deine AbNeigung.
Deine Persönlichkeit.
Deine Wahrheit.
Und vielleicht ist das, das du für dich hältst, eine Information, die du vor vielen Jahren aufgenommen hast.
Vielleicht diente sie dir.
Vielleicht schützte sie dich.
Vielleicht gehört sie zu deinem GanzSein.
Vielleicht nicht.
Die Antwort entsteht nicht dadurch, dass du dir eine neue Geschichte erzählst.
Sie entsteht auch nicht dadurch, dass du jedes körperliche ErLeben zu einer Wirkung deines UnterBewusstSeins erklärst.
So würdest du lediglich eine frühere ErKlärung gegen eine neue ausTauschen.
Dein JA! zur TiefenForschung
Der Start ist dein JA!
Nicht das JA! zu unserer ErKlärung.
Nicht das JA! zu einer Idee darüber, weshalb du etwas fühlst, denkst oder körperlich erfährst.
Dein JA! dazu, wirklich hinzusehen.
Auch dann, wenn etwas in dir schreit, dass du dich so weder sehen noch in deiner Tiefe erkennen willst.
TiefenForschung bedeutet, dass du alles in dir und um dich öffnen kannst, ohne die Ebenen mitEinander zu vermischen.
Eine Infektion ist eine Infektion.
Ein Gedanke ist ein Gedanke.
Eine Angst ist eine Angst.
Eine übernommene Bewegung ist eine übernommene Bewegung.
Und manchmal wirken mehrere dieser Ebenen gleichZeitig.
Und immer gibt es eine oder gleich mehrere Ebenen und Wahrheiten dahinter, daneben und damit.
Du musst nicht eine davon auslöschen, damit eine andere wahr sein darf.
Du kannst prüfen.
Was geschieht in meinem Körper?
Was geschieht in meinem ErLeben?
Was hat das Aussen in mir berührt?
Was bedeutet das für mich?
Was weiss ich noch nicht?
Was habe ich übernommen?
Was ist die Botschaft hinter dem, was gerade geschieht?
Habe ich etwas zu tun, zu erkennen, zu wandeln, zu transformieren, anzunehmen?
Was will ich lösen?
Was will ich verlassen?
Was will ich vollständig neu machen?
Vom UnterBewusstSein ins BewusstSein
BewusstSein entsteht nicht dadurch, dass du alles kontrollierst, das dich erreichen könnte.
Du kannst nicht jedes Wort vermeiden.
Nicht jedes Bild.
Nicht jeden Menschen.
Nicht jede Bewegung des Aussen.
Du kannst beginnen, dich selbst so tief zu erfahren, dass du immer deutlicher bemerkst, was in dir geschieht.
Eine Schicht nach der anderen kann sichtbar werden.
Du kannst deine Geschichten öffnen.
Deine Gewohnheiten.
Deine Ängste.
Deine Zwänge.
Deine Traumata.
Deine Dramen.
Deine Arten, dich anzupassen.
Deine Arten, dich zu verlassen.
Deine Arten, das Aussen zu dir zu machen.
Nicht damit du dich für falsch erklärst.
Damit du unterscheiden kannst.
Was gehört zu meinem GanzSein?
Was habe ich aufgenommen?
Was lebt durch mich, obwohl ich es niemals bewusst entSchieden habe?
Wo passe ich mich an?
Wo lüge ich?
Wo stehe ich für mich ein?
Wo lebe ich mich?
KrankSein aus der Zeitung ist keine medizinische Wirklichkeit.
Und doch kann es deine Wahrheit sein.
Vielleicht ist das, das du übernommen hast, nicht offenSichtlich.
Vielleicht ist es so vertraut, dass du es längst für dich hältst.
Dann beginnt deine Forschung möglicherweise nicht mit einer Antwort.
Sie beginnt mit einer Frage:
Was in mir halte ich für mein Eigenes, obwohl ich niemals gefragt habe, woher es kam?



