Ist bei einer PlattForm der Name Programm?
Wir lieben Sprache und leben Sprache. LinkedIn als PlattForm ist für uns so platt wie der Name selbst.
Wir sollten jetzt auf unserer einzig übrig gebliebenen PlattForm LinkedIn alles tun, um Leben in unseren Account zu bringen.
Unser neues Buch beWerben. Unsere ForschungsReise sichtbar machen. Menschen erreichen, die spüren, dass sie in ihrem bisherigen Leben nicht länger an der OberFläche bleiben wollen. Menschen, die mehr wollen als Informationen, Konzepte, neue Rollen und weitere Bilder von sich selbst.
Und doch verlieren wir beinahe jedes Mal schon nach wenigen Minuten die Lust, wenn wir uns auf LinkedIn bewegen.
Dort, wo wir zu Beginn noch gerne kommentierten, erscheint uns heute beinahe jedes Wort wie reine VerSchwendung. Denn statt dass ein Kommentar eine Frage öffnet oder einen Menschen nach innen führt, wird er häufig sofort aus dem Nein heraus beUrTeilt, zerredet und von Menschen weiterkommentiert, die sich gegenseitig auf einer Ebene bestätigen, auf der wirkliche Berührung gar nicht stattfinden kann.
Manchmal ist die Lust schon im VorFeld kaum da.
Leben in einen Account bringen und LinkedIn erscheinen uns wie ein GegenSatz in sich.
Denn Soziale Plattformen sind in ihrer heutigen Form so weit weg vom wirklichen Leben wie ein Haus aus Beton, in dem niemals ein Fenster geöffnet wird.
Alles ist vorhanden. Menschen. Worte. Bilder. Meinungen. Angebote. Geschichten. Und doch fehlt genau das, das all diesem Leben geben würde.
Der Mensch selbst.
Nicht seine Rolle.
Nicht seine Positionierung.
Nicht sein MarkenBild.
Nicht das, das er heute über sich behauptet.
Sondern der Mensch, der sich wirklich berühren lässt.
Wir kennen dieses ScheinLeben
Wir sprechen nicht von aussen über diese Welt.
Wir kennen sie.
Wir kommen selbst aus dieser Art von ScheinLeben, in dem Wirkung, Erfolg, Leistung, Sichtbarkeit und das Bild im Aussen einen grossen Raum einnehmen konnten. Ein Leben, in dem der Mensch sich selbst immer weiter gestaltet, ohne zu bemerken, dass er dabei immer weniger lebt.
Ein Leben, in dem EntWicklung zu einer neuen Identität wird.
Heilung zu einer Positionierung.
Authentizität zu einer Strategie.
Leid zu einem Point of Sale.
Und MenschSein zu einem weiteren Begriff, mit dem sich Aufmerksamkeit erzeugen lässt.
Wir sind einen langen Weg gegangen, bis wir heute an dieser Stelle stehen. Nicht als Menschen, die über all dem stehen. Nicht als Menschen, die alles erkannt hätten. Sondern als Menschen, die bereit waren, die eigenen Bilder, Geschichten, Wahrheiten, Rollen und bisherigen SelbstVerständlichkeiten immer wieder loszulassen.
Deshalb finden wir heute kaum noch AnSchluss an die OberFlächlichkeit, mit der auf Sozialen Plattformen eine Wahrheit die nächste ablöst.
Gestern warst du noch jemand anderes.
Heute hast du deine wahre Identität gefunden.
Morgen positionierst du dich neu.
Und übermorgen erklärst du anderen Menschen, wie auch sie ihr wahres Selbst sichtbar machen können.
Die Frage, die dabei kaum gestellt wird, lautet:
Wer ist der Mensch hinter all diesen neuen Bildern?
Passt zu mir. Passt nicht zu mir.
Vor einigen Tagen fragten wir eine Frau auf LinkedIn als Kontakt an.
Ihre Worte hatten uns den EinDruck gegeben, dass sie mehr will als das übliche Geplätscher einer Plattform. Mehr als jene Form von SelbstEntwicklung, in der der Mensch lediglich sein bisheriges Bild neu gestaltet.
Wir schrieben ihr, dass wir glaubten, unsere Inhalte könnten zu dem passen, das sie sucht.
Sie antwortete, unsere Inhalte passten nicht zu ihr.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Nicht jeder Mensch muss unsere Texte mögen. Nicht jeder Mensch muss unser Buch lesen. Nicht jeder Mensch muss mit uns forschen. Nicht jeder Mensch muss überhaupt etwas mit dem anfangen können, das wir sichtbar machen.
Was uns an dieser Begegnung berührte, war nicht das Nein.
Es war die Geschwindigkeit der EinOrdnung.
Keine Nachfrage. Kein wirklicher Blick. Kein InneHalten. Keine sichtbare Bewegung.
Passt zu mir.
Passt nicht zu mir.
Und schon geht es weiter.
Diese kleine Begegnung machte für uns etwas sichtbar, das sich durch einen grossen Teil der heutigen digitalen Welt bewegt.
Menschen sprechen davon, dass ihr Aussen nicht mehr zu ihrem Innen passt.
GleichZeitig prüfen sie kaum noch, was ihr Innen wirklich ist.
Menschen wollen authentisch sein.
GleichZeitig haben sie feste VorStellungen davon, was zu ihrer Identität gehört und was nicht.
Menschen wollen sich entwickeln.
GleichZeitig vermeiden sie jede Berührung, die etwas UnBekanntes in ihnen sichtbar machen könnte.
Menschen wollen gesehen werden.
GleichZeitig sehen sie kaum noch hin.
Die Angst vor wirklicher Berührung
Vielleicht ist die OberFlächlichkeit dieser Zeit nicht einfach ein Mangel an Tiefe.
Vielleicht ist sie ein Schutz vor BerührtSein.
Denn wirkliche Berührung bestätigt nicht immer das Bild, das ein Mensch von sich hat.
Sie kann sichtbar machen, dass das eigene Aussen nicht nur deshalb nicht zum Innen passt, weil die Marke noch nicht klar genug ist.
Vielleicht passt das Aussen nicht zum Innen, weil auch das Innen noch aus Rollen, Erwartungen, Geschichten und übernommenen Wahrheiten besteht.
Vielleicht ist nicht nur die Positionierung falsch.
Vielleicht ist der Mensch so lange mit seinen Bildern verschmolzen, dass er gar nicht mehr weiss, wie er ohne sie lebt.
Und vielleicht ist genau deshalb die schnelle EinOrdnung so verführerisch.
Was nicht sofort angenehm erscheint, passt nicht.
Was eine Resonanz auslöst, wird abgelehnt.
Was ein bisheriges SelbstBild berührt, wird aussortiert.
So bleibt alles ordentlich.
Und der Mensch bleibt dort, wo er bereits war.
Warum wir trotzdem auf LinkedIn sind und auf dieser PlattForm Texte schreiben
Wir fragen uns immer wieder, ob wir auf LinkedIn überhaupt richtig sind.
Wir sehen, wie Menschen einander bestätigen, beraten, beUrteilen, einordnen und verkaufen. Wir sehen die immergleichen Sätze in neuen Farben. Wir sehen auswendig gelernte Authentizität, die mit dem EchtSein, das wir kennen und leben, nichts gemeinsam hat. Wir sehen Menschen, die Verletzlichkeit als SichtbarkeitsStrategie verwenden und Menschlichkeit so lange bearbeiten, bis sie in einen InhaltsPlan passt.
Und doch schreiben wir weiter.
Nicht, weil wir LinkedIn retten wollen.
Nicht, weil wir glauben, eine Plattform mit Leben füllen zu können.
Sondern weil auch in einem Raum, der vom Leben entfernt erscheint, wirkliche Menschen sind.
Menschen, die vielleicht selbst längst bemerken, dass das nicht alles gewesen sein kann.
Menschen, die müde sind von all den Bildern.
Menschen, die nicht noch eine neue Identität brauchen.
Menschen, die nicht länger lernen wollen, wie sie sich besser darstellen.
Menschen, die sich selbst wieder erfahren wollen.
Für diese Menschen schreiben wir.
WandelZeit
Unser neues Buch trägt den Titel:
WandelZeit. Deine Brücke aus der ZerStörung ins neue MenschSein.
Es ist kein Buch darüber, wie du dich erfolgreicher nach aussen bringst.
Es zeigt dir keine neue Rolle, die besser zu dir passen könnte.
Es hilft dir nicht, eine überzeugendere Geschichte über dich zu erzählen.
Es ist ein ErfahrungsBuch und WerkZeugBuch für Menschen, die bereit sind, sichtbar zu machen, was zwischen ihnen und ihrem wirklichen Leben steht.
Ängste.
GedankenKreise.
Rollen.
Identitäten.
Abhängigkeiten.
alte Geschichten.
VorStellungen.
Resonanzen.
Und all die kleinen und grossen Bewegungen, durch die der Mensch jeden Tag von sich selbst und vom Leben entfernt bleibt.
Dieses Buch kann dein StartPunkt sein.
Nicht, weil ein Buch dein Leben für dich verÄndert.
Sondern weil du während des Lesens beginnen kannst, dich selbst anders zu erfahren.
Du kannst WerkZeuge nutzen.
Du kannst Bewegungen sichtbar machen.
Du kannst prüfen.
Du kannst lösen.
Und du kannst das, das du erkennst, in dein tägliches Leben bringen.
Vielleicht genügt dir dieser Raum.
Vielleicht liest du das Buch und gehst danach allein weiter.
Vielleicht spürst du, dass du tiefer gehen willst.
Dann ist die ForschungsReise die nächste mögliche Bewegung. Nicht als Pflicht. Nicht als automatische Fortsetzung. Sondern als ErfahrungsRaum für Menschen, die sich auf ihrem Weg ins neue MenschSein von uns begleiten lassen wollen.
Und du?
Wie geht es dir in dieser Welt der OberFlächlichkeiten?
Hast du dich an sie gewöhnt?
Spielst du mit, weil du glaubst, dass Sichtbarkeit nur so möglich ist?
Hast du eine Form von dir erschaffen, die nach aussen funktioniert und im Inneren immer enger wird?
Oder bemerkst du bereits, dass kein besseres Bild von dir das ersetzen kann, das du wirklich bist?
Vielleicht beginnt Wandel dort, wo du nicht mehr fragst:
Passt das zu mir?
Sondern:
Was macht es in mir sichtbar?



